Magdeburg macht was. Vom 29. bis 31. Mai verwandelt sich EDBM in das, was die Veranstalter selbst das „größte Flughafenfest Deutschlands" nennen – und wer die Vorankündigungen kennt, hat keinen Grund, das zu bezweifeln. Drei Tage Flugshow, Oldtimer, Bundeswehr und Festivalatmosphäre, eingebettet ins 90-jährige Jubiläum des Flugplatzes Magdeburg. Für GA-Piloten ist das eine interessante Gelegenheit – aber mit ein paar Vorbereitungen, die man kennen sollte.
Was fliegt da eigentlich?
Das Programm ist gut durchgetaktet. Der Freitag startet vergleichsweise entspannt mit dem Eurofighter-Flyby um 12:00 Uhr, dem NH90-Display und dem Fokker Dr.1, der über Magdeburg seine Runden dreht. Am Samstagmittag läuft dann die große Maschine an: Ab 13:30 Uhr geht die Fw 190, um 14:00 Uhr folgt die P-51 Mustang. Dazwischen Yak-Formation, Beech 18, North American T6, Boeing Stearman und der Fouga Magister – ein Programm, das sich von 09:30 bis 17:30 Uhr erstreckt. Der Sonntag setzt mit Family & Classics noch einen drauf: Wieder P-51, A400M, Demo des Segelfliegerklubb Magdeburg, Fallschirmspringer, Modellflugverein.
Die Bundeswehr ist fest im Programm verankert: Der NH90 fliegt an allen drei Tagen, der A400M am Samstag und Sonntag jeweils um 12:00 Uhr. Wer immer schon mal einen Transall-Nachfolger aus der Platzrunde heraus beobachten wollte – das ist die Gelegenheit.
Und wer lieber selbst in einem historischen Muster sitzt statt zuzuschauen: Rundflüge werden täglich angeboten, unter anderem in der Antonov 2, dem North American T6, der P-51 Mustang und dem Stearman. Auch Hubschrauber stehen bereit – NH1 Huey und Airbus H125.
Für anfliegende GA-Piloten: PPR ist Pflicht
EDBM ist generell PPR-Platz. Der Antrag muss spätestens 24 Stunden vor Abflug eingereicht werden – per Online-Formular unter edbm.de/de/Piloten/PPR-Anfragen, per E-Mail an flugleitung@edbm.de oder telefonisch unter 0391/625 99 10.
Während der Flugshow-Zeitfenster – das sind vor allem die Nachmittagsstunden von Samstag und Sonntag – ist mit strengen Slot-Vorgaben zu rechnen. EDBM koordiniert den Showbetrieb und GA-Verkehr parallel, aber wer ohne PPR und ohne abgestimmten Slot auftaucht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Warteschleife oder abgewiesen. Also: Frühzeitig anfragen, Zeiten konkret abklären, ob ein Slot während der Displayblöcke überhaupt möglich ist – oder ob es sinnvoller ist, morgens vor 11:00 Uhr zu landen und nachmittags zu schauen.
Die Koordinaten für EDBM: N 52° 04.38’ E 11° 37.65’. Funkfrequenz und aktuelle NOTAMs – gerade rund um die Veranstaltungstage – unbedingt vorab checken. Eine Airshow dieser Größe zieht erfahrungsgemäß temporäre Luftraumrestriktionen nach sich, die in der NOTAM-Kette auftauchen.
Ausweichplatz: EDBC Cochstedt
Wer am Samstagmittag anreisen will und kein PPR bekommt oder generell einen Plan B haben möchte: EDBC Cochstedt liegt ca. 30 km südwestlich von Magdeburg und ist ein solider Ausweichplatz. Von dort aus kommt man mit dem Auto in unter 30 Minuten zur Veranstaltung. Alternativ bietet sich EDUZ (Zerbst) für Piloten aus dem Süden an – ebenfalls in vertretbarer Entfernung.
Lohnt sich die Strecke?
Ehrlich gesagt: ja. Die Kombination aus historischen Warbirds, Bundeswehr-Gerät und dem Jubiläumsrahmen macht das zu einer der besser besetzten Airshows im norddeutschen Raum in diesem Jahr. Gerade die P-51 Mustang und die Fw 190 an einem Wochenende – das ist keine Selbstverständlichkeit. Wer einen Kurztrip plant und von Hannover, Berlin, Leipzig oder Dresden kommt: EDBM ist gut erreichbar, der Platz ist instrumentenflugzugelassen, und die Region bietet genug, um auch einen Übernachtungsstopp lohnenswert zu machen.
Tickets gibt es über Eventim, der Einlass für Zuschauer läuft separat vom Piloten-Eingang.
Quellen: air-magdeburg.com · edbm.de – 90 Jahre News · edbm.de – PPR-Anfragen
